Was ist eine Teichheizung?

Teichheizungen erwärmen das Wasser im Gartenteich, halten es eisfrei und dienen vor allem dazu, Fischen und gegebenenfalls anderen Teichbewohnern das Überleben im Winter zu erleichtern beziehungsweise ihnen ganzjährig optimale Lebensbedingungen zu bieten.

Warum braucht man diese?

Gartenteiche und allgemein stehende Gewässer sind zwar zunächst durch einen natürlichen Mechanismus vor dem Durchfrieren geschützt. Die sogenannte Anomalie des Wassers bewirkt, dass es in tieferen Schichten nur bis 4 °C abkühlt, sofern der Frost nicht zu lange anhält. Wie bei anderen Stoffen verringert sich auch das Volumen des Wassers beim Abkühlen, aber nur bis zur Grenze von etwa 4 °C. Kühlt es weiter ab, dann dehnt es sich wieder aus. Bei einem stehenden Gewässer entsteht dadurch eine Temperaturschichtung mit einer kalten, eventuell gefrorenen Oberflächenschicht, die den weiteren Wärmeverlust reduziert, und einer 4 °C warmen Tiefenzone.

Die natürliche Temperaturschichtung im stehenden Wasser sichert vielen Teichbewohnern das Überleben. Trotzdem kann die durch niedrige Wassertemperaturen bei wechselwarmen Tieren ausgelöste "Winterruhe" einen Stressfaktor darstellen. Ein Anzeichen dafür ist, wenn zum Beispiel Kois zwar den Winter im Teich überstehen, aber im Frühjahr überdurchschnittlich häufig sterben. Für den Koi sollte die Wassertemperatur ganzjährig möglichst nicht unter 12 °C absinken. Sein Stoffwechsel und damit das Immunsystem wird erst ab 16 °C aktiviert. Ein Mittel, dem Koi ganzjährig optimale Lebensbedingungen im Gartenteich zu bieten, ist die Teichheizung, die sich vorteilhaft mit anderen Maßnahmen ergänzt.

Wie funktioniert eine Teichheizung?

Die Teichheizung ist nicht die einzige Möglichkeit, die Wassertemperatur im Gartenteich zu beeinflussen. Mit Teichheizern, die auf der Wasseroberfläche schwimmen, können Sie beispielsweise kleine Bereiche eisfrei halten. Das dient aber mehr dem Luftaustausch als einer Anhebung der Wassertemperatur. Dagegen ist Die Teichheizung eine fest installierte Anlage, die wie ein Teichfilter mittels einer Pumpe durchströmt wird. Sie entnimmt dem Teich kaltes Wasser und leitet es erwärmt wieder hinein. Die Erwärmung kann auf unterschiedliche Arten realisiert werden. Aufgrund der sehr ähnlichen Konstruktionsweise können solche Teichheizungen auch in den Filterkreislauf integriert werden.

Welche Systeme gibt es?

Sehr einfache Eisfreihalter besitzen gar keine Heizelemente, sondern nur eine Pumpe, die ein Schwimmkörper an der Wasseroberfläche hält. Sie saugt Wasser aus einer Tiefe von circa 80 cm an und pumpt es an die Wasseroberfläche. So können Sie mit einer geringen elektrischen Leistung von etwa 5 Watt den Bereich um den Schwimmkörper eisfrei halten. Nachteilig ist, dass Sie den natürlichen Frostschutz Ihres Teichs beeinträchtigen, indem Sie das 4 °C warme Tiefenwasser an die Oberfläche befördern. Der Teich bleibt zwar partiell eisfrei, aber er kühlt insgesamt schneller aus. Dieser Nachteil entfällt bei den ähnlichen Teichheizern mit Heizstäben, die aber wesentlich mehr Energie benötigen.

Die einfachste Art einer echten Teichheizung sind Systeme mit elektrischem Durchlauferhitzer, die in den Filterkreislauf eingeschleift oder in einem separaten Kreislauf betrieben werden. Diese Art der Teichheizung ist besonders leicht zu installieren, benötigt aber viel Energie und vor allem vergleichsweise teuren Strom.

Etwas günstiger liegen Sie bei den Energiekosten mit Teichheizungen, die Sie mit Ihrer Gas- oder Ölheizung verbinden. Diese Systeme eignen sich zudem auch für größere Teiche, da sie mehr Wärmeenergie liefern können. Trotzdem sind auch hier Energieverbrauch und -kosten hoch.

Den Energieeinsatz Ihrer Teichheizung können Sie mit einer Wärmepumpe reduzieren. Physikalisch gesehen enthält auch kaltes Wasser Wärmeenergie, beispielsweise bei einer Temperatur von 0 °C, nur eben weniger als wärmeres Wasser. Die Wärmepumpe entnimmt auf einer Seite einem Stoff bei niedriger Temperatur Wärmeenergie und gibt sie auf der anderen Seite bei höherem Temperaturniveau wieder ab. Der Energiebedarf einer Wärmepumpe hängt von der Temperaturdifferenz zwischen der kalten und warmen Seite ab. Sie eignet sich daher besonders für Anwendungsfälle wie die Teichheizung, bei denen nur relativ geringe Temperaturunterschiede auszugleichen sind, insbesondere wenn Sie die Heizung mit ergänzenden Maßnahmen kombinieren.

Eine andere Möglichkeit, den kostenträchtigen Energieeinsatz bei der Teichheizung zu reduzieren sind solare Teichheizsysteme. Solarenergie lässt sich prinzipiell auf zwei Arten nutzen. Einmal indem Sie die Sonnenenergie einfangen, in einem geeigneten Fluid konzentrieren und direkt in Form von Wärme nutzen, oder durch Photovoltaik, die Sonnenenergie in Strom umwandelt. Beide Arten lassen sich vorteilhaft mit Wärmepumpen kombinieren.

Teichheizsysteme im Überblick

      • Eisfreihalter
      • Teichheizstäbe
      • Elektrische Teichheizung mit Durchlauferhitzer
      • Teichheizung mit Anschluss an die Zentralheizung
      • Teichheizung mit Wärmepumpe
      • Solare Teichheizungen

Teichabdeckung zur Unterstützung sinnvoll?

Eine Energie sparende und besonders umweltfreundliche Ergänzung der Teichheizung sind Teichabdeckungen. Sehr praktisch sind PE-Bälle, Hohlkugeln aus Polyethylen, die auf der Teichoberfläche schwimmen und sich von selbst der Teichform anpassen. Teichabdeckungen reduzieren die freie Wasseroberfläche, die im wesentlichen für den Wärmeverlust eines Teichs verantwortlich ist, weil dort das Wasser verdunsten kann. Der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand ist beim Wasser besonders energieintensiv. Um einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen benötigen Sie nur etwa 1,16 Wh, um ihn zu verdampfen knapp 627 Wh. Wenn sich an kalten Tagen Nebelschwaden über dem Wasser bilden, können Sie also zusehen, wie Ihr Teich Wärmeenergie verliert. Diese Abkühlung verringern Sie effizient mit einer Teichabdeckung, die das Verdunsten behindert. Besonders wirksam ist die Teichabdeckung im Zusammenhang mit einer Teichheizung, denn auch der Wärmeaustausch zwischen Wasser und Luft nimmt mit dem Temperaturunterschied zwischen den beiden Medien zu.

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